30 Jahre „Spiel des Jahres“ - Welches ist das allerbeste? (Teil 2)
...und schon geht es weiter mit meiner kleinen Rückschau auf die bisherigen 30 "Spiele des Jahres". Und nicht vergessen: Eure Meinung ist gefragt! Welche dieser Spiele tragen den Preis zu Unrecht? Welche Spiele würdet Ihr viel lieber auf der Liste sehen? Und natürlich: Welches ist Euer absolutes Lieblingsspiel? Wenn jeder einen kleinen Kommentar abgibt, kann ich in meinem News-Artikel zu diesem Thema, der nächste Woche bei eVendi.de erscheint, den Top-Favoriten der eVendianer für den Titel "Bestes Spiel aller Zeiten" präsentieren!
1995 - Die Siedler von Catan
Fast jeder wird schon einmal DIE SIEDLER VON CATAN gespielt haben – so erfolgreich war und ist dieses Spiel bis heute. Die Spieler übernehmen das Kommando über jeweils eine der Siedlerfamilien, die das neu entdeckte Eiland erschließen wollen. Auch wenn es zu keinen direkten kriegerischen Auseinandersetzungen kommt, können sich die Spieler auf vielfältige Weise gegenseitig behindern. Die Siedler von Catan verbindet verschiedene Spielelemente und sorgt mit seinem sehr variablen Spielbrett für Langzeitspaß.
1996 – El Grande
EL GRANDE versetzt die Spieler ins Spanien des 15. Jahrhunderts, in dem fünf Volksstämme um die Macht in den neun Provinzen ringen. Als Granden ihrer Stämme verschieben sie Caballeros über die spanische Landkarte, spielen Machtkarten aus und versuchen, als Sieger aus den Wertungsrunden hervorzugehen. EL GRANDE gehört wie DIE SIEDLER VON CATAN zu den eher anspruchsvolleren Spielen, die eine gewisse Lernphase erfordern. Der Lohn ist ein vielseitiges und sehr taktisches Spiel, das lange Freude bereitet.
1997 – Mississippi Queen
Bei MISSISSIPPI QUEEN dürfen die Spieler sich im 19. Jahrhundert als Kapitäne der berühmten Mississippi-Dampfer versuchen. Beim Wettrennen auf dem Flusslauf bekommen sie es mit allerhand Widrigkeiten zu tun: drohende Kollisionen, Untiefen, Kohleknappheit und so weiter. Spannend wird MISSISSIPPI QUEEN auch dadurch, dass der Flusslauf nicht bekannt ist, sondern sich erst nach und nach entwickelt. Weil hektische Manöver viel Kohle verbrauchen, entscheidet vorausschauendes Fahren über den Sieg.
1998 – Elfenland
Als junge Elfen müssen die Spieler in einer großen Prüfung gegeneinander antreten: Möglichst viele der berühmten Orte des Elfenlandes sollen sie in möglichst kurzer Zeit besuchen. Um als erster ans Ziel zu kommen, muss man die zur Verfügung stehenden Fortbewegungsmittel clever einsetzen – etwa Drachen, Einhörner, Trollwagen, Elfenräder, Riesenschweine, Magische Wolken, Fähren und Flöße.
1999 – Tikal
In diesem Spiel geht es um einen Archäologen-Wettstreit: Wer macht die bedeutendsten Funde in Tikal, der im Urwald Guatemalas versunkenen Maya-Stadt? Der Spielplan zeigt zunächst nur undurchdringlichen Dschungel, bevor die Spieler ihn nach und nach erforschen. Immer wieder müssen sich die Spieler bei TIKAL entscheiden, ob sie sich selbst wertvolle Funde sichern oder lieber ihren Gegenspielern den Weg erschweren wollen.
2000 – Torres
Hier schlüpfen die Spieler in die Rolle von Rittern des Königs von Kastilien. Alle versuchen, für ihren König möglichst große und mächtige Burgen zu errichten. Aus der Grundfläche der Burgen mal der Zahl der von den Rittern erklommenen Stockwerke ergibt sich der Punktestand. TORRES ist im Prinzip ein reines Strategiespiel, in dem der Zufall nur in Form von Aktionskarten einen Einfluss hat.
2001 – Carcassonne
CARCASSONNE ist ein sehr taktisch geprägtes Legespiel. Die Spieler bauen nach und nach eine komplette Spielwelt mit Städten, Straßen, Klöstern und Wiesen auf und versuchen, möglichst viel davon mit eigenen Gefolgsleuten für sich in Beschlag zu nehmen. Besonders interessant ist, dass der Spielverlauf und die entstehende Landschaft immer wieder anders ausfällt. Damit hat CARCASSONNE das Zeug zum Dauerbrenner.
2002 – Villa Paletti
Dieses Spiel ist etwas für gewitzte Statiker mit ruhigen Händen: Die Spieler bauen aus Säulen und Zwischenböden gemeinsam ein Haus auf und verwenden dabei immer wieder Bauteile, die sie unten entfernen. Sobald das Gebäude einstürzt oder niemand mehr wagt, eine Säule zu entfernen, hat derjenige gewonnen, der mehr und dickere Säulen der eigenen Farbe ganz oben platzieren konnte.
2003 – Der Palast von Alhambra
In diesem Spiel errichten die Teilnehmer nach genauen Bauregeln ihre eigene Version des berühmten maurischen Palastes. Alle Teile für das Gebäude müssen jedoch zunächst gekauft werden. Dabei kann es auch oft sinnvoll sein, den Konkurrenten Teile wegzuschnappen, die man selbst gar nicht gebrauchen kann. In nicht genau vorhersehbaren Wertungsrunden entscheidet sich, wer am meisten Siegpunkte erringt.
2004 – Zug um Zug
Ähnlich wie bei DAMPFROSS bauen die Spieler hier ihre eigenen Eisenbahnnetze auf. Aufträge, bestimmte Städte zu verbinden, müssen erfüllt und die Gegner dabei behindert werden. Bei ZUG UM ZUG hat der Spieler immer die Möglichkeit, Karten offen oder vom verdeckten Stapel zu ziehen. Im ersten Fall weiß er zwar genau, was er bekommt, aber die anderen Spieler wissen es auch und können seine nächsten Schritte so besser vorausahnen.
2005 – Niagara
NIAGARA versetzt die Spieler in eine nervenaufreibende Wildwasserfahrt, bei der sie möglichst viele Edelsteine ergattern und ins Ziel bringen müssen. Unterwegs sind die Boote ständig in Gefahr, von der Strömung erfasst und über den Rand des Abgrund gerissen zu werden. Bei diesem Spiel ist besonders der innovative Spielplan hervorzuheben, der mithilfe von Plexiglasscheiben ein fließendes Gewässer simuliert.
2006 – Thurn und Taxis
In Anlehnung an die tatsächlichen Anfänge des Postwesens in Deutschland bauen die Spieler bei THURN UND TAXIS Postkutschenbetriebe mit möglichst langen und lukrativen Strecken auf. Für den Sieg ist eine gute Mischung aus taktischem Verhalten, Gegnerbeobachtung und nicht zuletzt auch Glück notwendig.
2007 – Zooloretto
Bei ZOOLORETTO übernehmen die Spieler die Rollen von Direktoren konkurrierender Zoos. Es geht darum, mit einem interessanten Tierangebot möglichst viele Besucher anzulocken und ihnen an den Verkaufsständen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Weil das Spiel so einfach zu erlernen und dennoch trickreich ist, hat die ganze Familie ihren Spaß.
2008 – Keltis
In diesem recht abstrakt gehaltenen Spiel folgen die Spieler mit ihren Spielsteinen verschiedenen Pfaden, die sie zu immer höheren Punktwerten führen. Da aber auf jedem Weg zuerst einmal ein Tal der Minuspunkte durchschritten werden muss, sollten sich die Spieler sorgfältig überlegen, wann sie wo vorangehen. KELTIS zeigt, wie viel Spaß ein Spiel auch ohne aufwändiges Hintergrundszenario machen kann.
2009 – Dominion
In DOMINION agieren die Spieler als Herrscher verschiedener Königreiche, die ihre Länder möglichst punkteträchtig entwickeln wollen. Das Spiel ist mehr ein Karten- als ein Brettspiel, bei dem immer nur ein kleiner, jedes Mal wieder neu zusammengestellter Teil der insgesamt über 500 verschiedenen Karten zum Einsatz kommt. Spannend ist, dass die Siegpunkte in der Frühphase des Spiels eher behindern als den Spielern zu nützen. Entscheidend ist also, dass man zum richtigen Zeitpunkt beginnt, auf Siegpunkte zu setzen.

Kommentare
Und noch mehr Erinnerungen
Also wie im 1. Teil schon gesagt, wir haben die meisten dieser Spiele, daher kurz mein Senf dazu ;)
- Siedler: haben wir nicht als brettspiel, aber aufm PC. Muss aber zugeben, dass ich immer die Cheats benutze und von vorne anfange, sobald es mir zu stressig wird :p
- Elfenland: Das spiele ich immer mit meinen Freunden, bei uns heißt es nur "das kinderspiel" aber alle stehen drauf
- Zug um Zug: nicht so mein ding
- thurn und taxis: eigentlich ganz gut, aber an die alten kommt es meiner meinung nach echt nicht ran.
so, das waren zwar nicht alle die wir haben, aber das sind die, an die ich mich noch erinnern kann.
Liebe Grüße!
Spiel des Jahres wird 30!!
Hallo Robert,
endlich honoriert mal jemand diese Auszeichnung. Großartig! Vor allem deine Liste der besten Spiele des Jahres, da schwelgt man selber ein bißchen in Erinnerungen. Wobei mir dabei aufgefallen ist, dass ich eigentlich nur die Spiele aus den 80ern kenne. Ganz groß war natürlich Scotland Yard. Mit Hase & Igel fing bei mir alles an und der obligatorische Rummikub ist auch bei meinr Oma noch immer heiß begehrt. Vor den Siedlern von Catan habe ich mich bsiher erfolgreich gedrückt.
Aber ansonsten empfehle ich allen: Ran an die Bretter.
Deine Amelia Butterblume
Spiel des Jahres wird 30
30 Jahre,
30 Jahre mehr oder weniger gute Spiele.
Besitzen tu ich sie alle, spielen ein Teil davon immer mal wieder.
Die Siedler von Catan sind ein echter Dauerbrenner, mit Hase und Igel fing die Serie super an und mit Dominion findet sie einen super Abschluss vorerst !!!
Dazwischen Spiele wie Missisippi Queen, Niagara, Keltis hhmm eher alles so naja
Rummicub ein echter klassiker der immer geht, Zug um Zug , Alhambra und Thurnund Taxis kommt auch immer mal wieder auf den Tisch. Torres und Tikal schöne Spiele die aber in der Fülle guter Spiele leider unter gehen.
Die Jahrgänge waren seit 1995 immer relativ gut mit vielen würdigen Spielen
Einfach genial
Ubongo
Zack und Pack
Pandemie( unser diesjähriger Champion)
Wikinger
Dog
Stone Age
alles super Familientaugliche Spiel die es auch verdient hätten
Also auf zu fröhlichen Spielrunden nicht nur Weihnachten oder Sylvester
Liebe grüße
Britt
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