Lernsoftware für Kinder: wirklich nützlich oder einfach nur Quatsch?

Uns ist aufgefallen, dass in letzter Zeit bei eVendi vermehrt nach Kinder-Lernsoftware gesucht wird. Nun war ja auch grade erst Ostern und ein Geschenk, das auch noch nachhaltig ist, ist natürlich immer etwas Schönes. Eine Lernsoftware für den PC oder für unterwegs bietet sich da ja geradewegs an. Aber taugen diese Spiele wirklich etwas? Oder machen sie wohlmöglich doch nur Spaß und haben keinen Lerneffekt? Diese Fragen stelle ich mir immer wieder, wenn ich auf das Thema Lernsoftware für Kinder stoße.

Ich selbst habe bereits eine Lernsoftware verschenkt, auch wenn ich mir nicht sicher war, ob der angeblich spannende Mix aus Spiel und Lernen wirklich etwas bringt. Aber das beschenkte Mädchen belehrte mich ziemlich schnell eines Besseren. Die Kleine hatte in der Schule immer Probleme mit Mathe. Ihre Eltern baten mich deshalb, die Lernsoftware 2weistein für den PC zu kaufen. Sie hatten viel Gutes über das Spiel gehört und ich brauchte ein Geschenk. Also war es ein perfekter Deal! Die Lernsoftware unterstützt Kinder spielend, indem es die Grundrechenarten, das Einmaleins, Geometrie und Stellenwertsysteme thematisiert. Es müssen aber auch Textaufgaben gelöst werden. Die Kleine fand 2weistein super und nutzte jede freie Minute, um das Spiel zu spielen. Die Mathematikaufgaben löste sie mit der Zeit ohne Probleme. Man konnte also wirkliche Fortschritte erkennen. Heute ist sie in Mathe richtig gut. Ob das nun nur an dem Spiel lag, ist natürlich fraglich, aber vielleicht hat es ja seinen Teil dazu beigetragen. Für das Konzept wurde 2weistein jedenfalls mit dem TOMMI Kindersoftwarepreis 2008, dem Pädi 2008 Gütesiegel und dem BuPP.at ausgezeichnet. Aus eigener Erfahrung kann ich diese Lernsoftware also sogar empfehlen, denn anscheinend macht das Spiel Kindern auch noch richtig Spaß. Und darauf kommt es ja letztendlich an. Aber was haltet Ihr denn generell von Lernsoftware für Kinder?

Bei eVendi wird aber hauptsächlich nach einer anderen Lernsoftware gesucht bzw. nach einem bestimmten Hersteller von Lernsoftware. Nämlich Software von Leapster. Das dazugehörige Produkt ist Leap Frog und dabei handelt es sich um ein portables Lernspiel. Sprich Kinder können es überall mit hinnehmen und spielerisch ihren Wissenshunger stillen. Das Spiel lässt sich sowohl über Pfeiltasten, als auch über Touchscreen steuern. Laut Hersteller sind die Spiele für Kinder von 4-8 Jahren geeignet. Aber Kinder im Alter von 8 Jahren haben doch ganz andere Interessen als beispielsweise 4-Jährige, oder nicht? Wie können die Spiele also beide Altersklassen ansprechen? Schaut man sich allerdings Kundenrezensionen, beispielsweise bei Amazon an, sieht man, dass auch dort durch die Bank weg positiv von dem Leapster berichtet wird. Die Spiele sollen auch für Kinder, die noch nicht lesen können, gut machbar sein und bieten gegenüber anderen Handhelds einen klaren Vorteil: Hier ist wirklich jedes Spiel ein Lernspiel.


Mein Fazit, nachdem ich mir alles noch mal angeschaut, verglichen und nachgelesen habe: Kinderlernsoftware oder -spiele vermitteln einem definitiv das Gefühl, etwas Besseres für das Kind zu machen, als ihm einfach nur einen Nintendo in die Hand zu drücken. Aber ob Kinder tatsächlich nachhaltig davon lernen, ist mir noch nicht ganz klar. Fest steht dagegen: den Kindern schadet es nicht, wenn Ihnen ein gesunder und verantwortungsbewusster Umgang mit Computerspielen beigebracht wird.

Kommentare

Gute Erfahrungen

Hallo Nessa,
ich habe während meiner Schulzeit sehr gute Erfahrungen mit Lernsoftwares gemacht. Ich hatte einen Vokabeltrainer für Englisch und Französisch, sowie Addy für sämtliche Fächer. (bsp.: http://www.evendi.de/preisvergleich/12/prod/7710/ADDY-Mathe-Klasse-3-4.html) Die Vokabeltrainer merken sich welche Vokabeln man kann und welche nicht, so wiederholen sie auch in Lektion 5 noch die nicht gekonnten aus Lektion 3. So geraten die nicht in Vergessenheit ;)
Addy bietet sehr viele tolle Spiele, nur musste man die immer mit erfolgreichen Tests über den Lehrstoff freischalten. Also war ich gezwungen die Übungen zu machen, um die Tests zu bestehen, um Spiele spielen zu können. Meiner Mutter habe ich zwar immer zu viel Zeit mit Spielen verbracht, aber so sind nunmal Mütter ... ;)
Liebe Grüße, Vanessa

RE: Gute Erfahrungen

Hallo Vanessa:)
Wo ich das lese, ich hatte als Kind auch eine Software zum Englisch und Französisch lernen. Leider war das tatsächlich eine reine Lernsoftware und damit genauso langweilig wie die Schulbücher selbst ;) Die Software von dir klingt aber auch nach einer klugen Lösung. Wenn das Kind spielen will muss es die Aufgaben lösen. So werden die Aufgaben wahrscheinlich immer gelöst. Vorrausgesetzt die Spiele sind richtig gut. Keine schlechte Sache!
Lg
Nessa
 

Quatsch

Das ist totaler Quastch. Früher sind wir doch auch ohne  solche PC Spiele ausgekommen und haben etwas gelernt. Also wozu sollte man sich oder seinen Kindern so etwas kaufen?

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