Türhopser - ein Spaß für Kleinkinder oder doch ein Reinfall?
Bei eVendi werden immer wieder Produkte aus dem Bereich Kind & Spiel gesucht. Selbstverständlich vor allem Kinderspielzeug. Besonders beliebt scheinen aber momentan die Türhopser. Da ich nicht einmal wusste, was das ist, habe ich mich einmal schlau gemacht und nachgeschaut, was die Türhopser Besonderes bieten.
Als ich dann wusste, was ein Türhopser ist, wurde meine Einstellung eher negativ gegenüber dem „Kinderspaß“. Auf den ersten Blick sehen die Lauflernhilfen zwar „nett“ aus, aber auf den zweiten Blick birgen sie, meiner Meinung nach, einige Risiken. Schon in Foren wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die Türhopser auf Dauer gesundheitsschädlich für Kinder sein können. Aber zuerst: Wie funktionieren die Lauflernhilfen überhaupt?
Türhopser sind - ähnlich wie Schaukeln - an mehreren Bändern befestigt, wie beispielsweise der Tigger Türhopser. Der Unterschied liegt in der Beschaffenheit der Bänder. Sie sind elastisch und dehnen sich bei einer Auf- und Abbewegung. Die Lauflernhilfen werden im Türrahmen befestigt und hängen dann wie eine Schaukel dazwischen. Hier ein Video als Beispiel:
Wie gesagt, auf den ersten Blick sehen die Türhopser nach einer Menge Spaß für Kleinkinder aus. Jedoch können sie auch schädlich für die Kleinen sein. Wichtig ist vor allem, dass Kinder ihren Kopf schon selbstständig halten können, schon sitzen können und die Sprungbewegung durchführen können müssen, bevor der Türhopser für sie infrage kommt. Können sie das nicht, ist von einem Türhopser immer abzuraten (deswegen wird von den meisten Herstellern ein Alter von mindestens sechs Monaten für die Benutzung angegeben). Aber auch, wenn Kleinkinder über diese motorischen Fähigkeiten verfügen, birgen die Türhopser noch immer Risiken.
Bei zu heftigem Hüpfen ist es möglich, dass die Kleinen sich mit den Türhopsern an den Türrahmen stoßen oder sich die Finger klemmen, sodass es durchaus zu Verletzungen kommen kann. Besonders wird aber vor Stauchungen im Knöchelbereich von Kleinkindern gewarnt. Deswegen sollten Kinder niemals unbeaufsichtigt in einem Türhopser zurückgelassen werden. Empfohlen wird meist, dass Kinder nur maximal fünf Minuten pro Tag in den Lauflernhilfen verbringen sollten, da auch die Körperhaltung nicht ideal für's Kind ist. Rücken und Füße werden teilweise stark beansprucht. Daher warnen auch viele Eltern vor einer zu hohen Gelenkbelastung für Kleinkinder. Wozu sind die Türhopser dann da? Für fünf Minuten Spaß am Tag? Oder doch für Haltungsschäden in der Zukunft?
Was sind Türhopser nun also? Babyspaß oder doch ein Reinfall? Für mich sind sie definitiv ein Reinfall. Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. Was meint Ihr zum Thema Türhopser?

Kommentare
Kommentar hinzufügen